:: presse syn*error
r e v i e w s
ox Fanzine
wpw-split: WHAT PRICE, WONDERLAND? und SYN*ERROR kommen beide aus der Berliner D.I.Y.-Szene und haben in diesem Sinne auch schon eine Reihe an Split-Releases mit anderen Bands, Tour-CD-Rs und Ähnliches erfolgreich an Frau und Mann gebracht. Auch diese Single gab es ursprünglich mal als Split-CD-R mit ein paar mehr Liedern auf ihrer gemeinsamen Tour letztes Jahr. Die hier mit einem langen Song vertretenen WHAT PRICE, WONDERLAND? sitzen dabei zwischen DC-Postcore und frühem US-Screamo/Emocore, leicht jazzig verspielt mit melodiösen Gitarren und meist gesprochenem Gesang. SYN*ERROR springen mehr ins Gesicht, folgen den klassischen Screamo-Gegensätzen von laut/leise, schnell/langsam etc., heben sich aber durch einige Dissonanzen von ihren Paten SUIS LA LUNE und dem schwedischen Screamo ab. Mit zwei Songs sind sie auf dieser schönen Split-7" vertreten, die dank Andreas von Unterm Durchschnitt jetzt nicht in der "Ausverkauft"-Hölle verschwinden. Christoph Schulz
adorno-split: Eine weitere Split-7" der Berliner SYN*ERROR, diesmal mit den großartigen ADORNO aus Portugal, deren Konzerte ich bisher irgendwie immer verpasst habe. Weitaus zugänglicher als ihr großer Namensgeber Theodor W. setzen sie ihr Kunstverständnis eher in die Tat um, als sich in unverständlich langen Sätzen darüber auszulassen. Sie schlagen die Brücke zwischen Postcore und Screamo und klingen mal wie frühe AMANDA WOODWARD mit gleichzeitig gesungener, gesprochener und geschriener Stimme, und mal eher nach Seattle-Postpunkbands wie die CATHETERS, vielleicht einfach nach den Anfängen des Screamo, als rotziges Singen noch erlaubt war. SYN*ERROR als einer der wichtigen Vertreter des deutschen Geschreis stehen dem aber in nichts nach, mit einer langen Hymne zwischen Screamo und Mosh/Chaos komplettieren sie diese Split-7", deren Bands nach dem zweiten Hören doch weitaus mehr gemeinsam haben als nur die karierten Hemden auf dem Labelaufdruck. Christoph Schulz
Green Hell
What Price, Wonderland?-Split: Syn Error schaffen mit dem "Song 92" wieder ihren Gänsehaut erzeugenden Sound zwischen entspannten Parts mit sich umspielenden Gitarrenfiguren und den verdichteten, eruptiven Passagen mit Noise-Appeal und Schreigesang. "If Adventure Has A Name…" überrascht dann als kurz angebundener Punk-Kracher. Das Trio What Price, Wonderland? spielt in Math-Rock-Gefilden in der Nähe von Cap'n Jazz, ohne die dekonstruierten Songstrukturen dabei aus dem Ruder laufen zu lassen. Interessante, grooveorientierte Songs in der beliebten Laut- Leise-Dynamik. 7“-Single mit wunderschönem Artwork auf Faltkarton.
Adorno-Split:
Syn Error sind mit dem Song Lowered Expectations Vertreter einer Post-Hardcore-Schule im Sinne von Still Life, Indian Summer oder Shotmaker. Aufgetürmte Noise-Attacken mit geschrieenem Gesang prallen auf melodische, verspielt groovende Zwischenteile. Adorno schaffen es mit ihren beiden Songs mühelos, an großartigen Bands wie Yage oder ATDI anzuknüpfen, ohne sich dabei den Kopf einzustoßen. Beide Bands stehen für authentischen und gegen Genre-Klischees anspielenden Emo/Screamo-Sound ohne nervige Metal-Gitarren. 7“-Single in wunderschön gestaltetem Coverkarton mit Lochstanzung.
chinese fanzine:
wpw-split:イングランド&ドイツの新鋭エモ・ハードコア・バンド。本作は、2007年夏に行なわれた両者によるユーロ・ツアー用のsplit CD-R (DIYリリース) を正式に7"化したもの。それに当たって、収録曲は7"用に改編されている。前者What Price, Wonderlandは、1stアルバム "Thirty With A Wink" が、この界隈で非常に好評を得ているようで、気になっていたのだが、これが大当たり。同じイングランドの90'sエモの名バンド "Bob Tilton" から、USの90's後期エモのCap'n Jazz、はては、80'sDCエモのスーパー・バンド "Rites Of Spring" (pre-Fugazi) までも彷彿させ、派手ではないが、本当にパワフルなサウンドで惚れる。個人的には、現在の「スクリーモ」と呼ばれるバンドより、90'sのクラシックなエ モが好きだったりするので。後者Syn*Errorも、90'Sのクラシックなスタイルで非常にいい。こちらは、400 YearsやIndian Summerを継承するスタイルと言えばいいか。美しさの中に壮大さがあり、走るパートもあるが、ミッドのパートが真に力強い、という。ロシアのOld Skool Kidsを始めとした全6レーベル協同リリース。
collective zine
wpw-split: I had thought of Syn*Error as being a highly generic European screamy emo band, but "92" has me reaching for a revised opinion. It's still screamy, it's still emo, but man, this is good shit! They start off slowly with a build up but once things get going, they really get going. Towering crescendos of yelled vocals, soaring guitars and a whole lot of flailing, lost somewhere amidst Still Life, Policy of 3 and Embassy. The emo groove is nailed, and it makes me want to rock back and forth on the balls of my feet whilst staring at the ceiling and tapping my chest. What a great ending too, full of sobs and going crazy. Syn*Error are bringing it back in a mighty fine way, I'd be interested to see if they could nail this over the course of an entire LP.
What Price, Wonderland? are on the flipside, and this is, I have to say, their best fucking song yet. I am kind of worried that they will never top this to be honest. "Being Static" is astonishing, an absurdly beautiful, epic twinkler. The guitar and bass sound is absolutely perfect, and Joe talks and shouts as and when necessary. Hey Shipley, emo is not fucking dead, get over it! I love how this song just gently flows, simple but effective, you know that there is something building, and around the half way point they drop out into onimous sounding guitar and shimmering drumming. Everything picks up the pace, but not too hurriedly, gradually speeding up as it hurtles to a wild finale or urgency and the song is on the brink of collapsing under itself. So so good. I am pretty sure at one point Joe goes "I want my pen to become my hair" - it's the I HAVE NO MAPS of 2008, guys.
What a great split, you will have to look bloody hard for a better emo record this year. (andy malcolm)
vice
adorno-split: Syn*Error tragen die Wut ein Stück weiter, unter der Indian Summer, Yaphet Kotto und Yage irgendwann zusammenbrechen mussten. Ein willkommenes Beispiel für die Selbstreferenziali-tät von Hardcorepunk. Adorno haben, ehrlich gesagt, schon einen ziemlich unappetitlichen Bandnamen und tragen den naiv-belesenen Revolutionseifer weiter, aus dem At The Drive-In verständlicherweise selbst irgendwann herauswuchsen. Ein typisches Beispiel für die Selbstreferenzialität von Hardcorepunk. (MICHEL FOUCAULT-HEELAH).
get addicted
Kilometerfresser unter sich. Sowohl Syn*Error,als auch Adorno sind dafür bekannt, sich so oft es geht, die Seele aus dem Leib zu touren. Stillstand ist Rückschritt und die gemeinsame Seven-Inch ein Kusselkopp (Vorwärtsrolle) in die richtige Richtung. Insbesondere Syn*Error aus Berlin ritzen mit „Lowered Expectations“ ein Post-Hardcore-Stück der Extraklasse ins Vinyl. Bei weitem nicht erwartet und das Mittelmaß der Gegenwarts-Spielmannsgruppen weit hinter sich lassend. In die gleiche musikalische Kerbe schlagen Adorno. Bei den Portugiesen hinterlassen insbesondere die klagenden Gesangs-Passagen von „Anchors Aweigh“ einen bleibenden, positiven Eindruck, die im weiteren Verlauf in Wut umschlagen und dabei authentisch, statt kalkuliert wirken. Emil Noldes „Fischdampfer” Stand beim Coverartwork Pate. Insofern, gute Fahrt und Schiff ahoi!
(michael blatt)
rote raupe
adorno-Split: Passend zum Cover der Single, das einen schlingernden Kahn auf rauer See zeigt, türmt die Berliner Emocore-Band Syn*Error auf "Lowered Expectations" einen mächtig rumpelnden musikalischen Wellenberg auf.
Im Gegensatz dazu wirken die beiden Songs von Adorno aus Lissabon fast schon ruhig und zurückhaltend. Während die vier Portugisen musikalisch an Bands wie At the Drive-In erinnern, stehen in ihren Texten Verzweiflung, Wut und Gesellschaftskritik im Vordergrund: "We can´t walk on the black streets of lies and spectacular pseudo-culture without feeling that the irony of our times is running in our blood" heißt es in "Anchors Aweigh".
Das ist Emo in seinem ursprünglichsten Sinne - ganz ohne Schminke und Theater.
wp,w?-Split: Es ist schwierig, What Price, Wonderland? in eine Schublade zu pressen. Immerhin sprengt das Trio aus dem englischen Stratford-upon-Avon zumindest auf "Being Static" mit seinem vielschichtigen, technisch versierten und durchaus tanzbaren Sound sämtliche Grenzen des Hardcore-Genres. Keine Grenzen überschreiten Syn*Error zwar mit ihren Songs "92" und "If Adventure Has A Name...", aber trotzdem überzeugen die Berliner mit äußerst rasanten Tempo- und sehr gewagten Lautstärkewechseln. Dabei gelingt ihnen das Kunststück, trotz aller Sperrigkeit immer eingängig zu bleiben. (christoph, 08/2008)
IdrawESCAPEplans blog
So hier bleibts gerade mal weiter punkig. Bin gerade über Adorno gestolpert. Nein nicht T.W., sondern eine Band aus Portugal. Ich hatte mich ja erst gefragt wer die Texte zur Kulturindustrie gelesen haben kann, um dann so dreist zu sein, eine Band mit dem Namen Adorno zu gründen. Nunja mit T.W. haben die Jungs aber vom Namen her wohl doch nichts zu tun. Ihr Name bedeutet übersetzt nämlich so etwas wie “Ornament”. Soll vielleicht eher eine Anspielung auf den vertrackten Sound sein.
Musikalisch gibt es wirklich schönen Emocore, quasi das was man heute “oldschool” nennen würde. Ich hätt mal so Four Hundred Years, Yage, oder At The Drive In als Vergleich vorgeschlagen. In dem Bereich jetzt unbedingt das Rad neu zu erfinden ist wohl schwer, vielleicht sogar unmöglich. Adorno gefallen mir aber trotzdem sehr gut. Im Prinzip recht typischer Sound aber die Gitarrenwirbel und der Gesang bleiben auf Anhieb hängen. Und eigentlich passt auch der Name ganz gut, wenn es um Kids geht, die Songs über das beschädigte Leben schreiben. Unterm Durchschnitt hat auch gerade eine Split 7″ der Band zusammen mit den ebenfalls großartigen Syn*error aus Berlin herausgebracht. Sehr praktische Kombi mit der man mal beide Bands checken kann. (08/2008)
bis aufs messer
beautiful split 7' by those "emo" bands from Berlin and Portugal. Lovely. Adorno have two amazing passionate songs on that split 7" and continue their quality "screamo" they played on their LP. The first track has a beautiful bassline which ends in total chaos all closure meets orchid. Syn*error have one song on their side and also play some classic sound that reminds me on 400 years etc. Well done and I hope to see more (08/2008)
flight 13
Adorno-Split: Wow, die portugisischen Emo-Helden Adorno kommen mit zwei relativ poppigen Hymnen rüber die schon beinahe an THURSDAY erinnern, wow! Syn Error krachen dagegen mit ziemlichem Gewitter über uns herein, Ruhe - Sturm - Ruhe - Sturm. Kommt in maritimem Coverkarton-Artwork in flotten Farben.
WP,W?-Split: Syn Error pendeln bei "92" wunderschön zwischen Gänsehautpassagen und Noiseparts in denen sich die Gitarren verdichten um sich in donnerndem Gewitter zu entladen, dazu gibts prima Schreigesang wie wir ihn mögen. If adventure has a name... überrascht dagegen als knackiger Punkrockkracher. What Price Wonderland kommt mit Cap´n Jazz artigem Math-Rock auf der Flip, Laut-Leise & groovig ohne zu sehr auszuufern. Wunderschönes Artwork im Faltkarton.
existencia
Adorno follows the line of the other 7 inch, in a more melodic path than their first 12". Nice stuff. The 2 songs are: 'Anchors Aweigh' and 'Timeline'. The end for 'Timeline' is one of the most catchy riffs I remember to having ever listened to.
Syn*Error offers one song called 'Lowered Expectations' on a 400 years style. Noisy, distorted, melodic, beautiful, emotive sad sounding music. The songs on here are genuine and honest. It's rare when bands like these come along and stick so close to how this style should sound, but both bands have accomplished this sound to perfection. (pablo, 08/2008)
broken silence
SYN ERROR (Berlin) und ADORNO (Portugal) entstammen derselben international vernetzten D.I.Y. / Emo / Post-Punk-Szene und präsentieren ihre Split-EP auf Unterm Durchschnitt (Köln). SYN ERROR sind mit dem Song Lowered Expectations Vertreter einer Post-Hardcore-Schule im Sinne von STILL LIFE, INDIAN SUMMER oder SHOTMAKER. Aufgetürmte Noise-Attacken mit geschriehenem Gesang prallen auf melodische, verspielt groovende Zwischenteile. ADORNO schaffen es mit ihren beiden Songs mühelos, an großartigen Bands wie YAGE oder AT THE DRIVE-IN anzuknüpfen, ohne sich dabei den Kopf einzustoßen. Beide Bands stehen für authentischen und gegen Genre-Klischees anspielenden Emo/Screamo-Sound ohne nervige Metal-Gitarren und spielen bereits europaweit Livekonzerte.
7"-Single in wunderschön gestaltetem Coverkarton mit Lochstanzung. (jan, 07/2008)
Delusions Of Adequacy
Does anyone remember STILL LIFE? These kids sure do, which is rad, because I always felt that Still Life kind of got the short end of the stick in the mid nineties, with a lot more people payiing attention to Portaits Of Past.
syn*error play my favorite style of hardcore, the kind without breakdowns, the type where kids have heart and spit passion. The one embodied by d.i.y. shows in basements and houses, where everyone has handmade patches sewn onto their hoodies, where no one is afraid to be themselves, where there is no type of consumerism or corporate endorsement involved whatsoever. They remind me a lot of STILL LIFE mixed with SAETIA, with some early FOUR HUNDRED YEARS thrown in there. They actually start "Nummer 5 Lebt" out with a guitar part that could have been lifted right off of TRANSMIT FAILURE, with the vocals sounding quite a bit like Guy from RITES OF SPRING mixed with INDIAN SUMMER. They have these great build ups which are emotionally charged and some gorgeous melodies interspersed with the chaos and fury that they bring.
syn*error are a great addition to this series. Get anything you can by them now before they self implode. (Ryan Durfee, 2007),
|