:: lyrics captain planet
vom album "wasser kommt wasser geht "
Hundertzwanzig Sachen
Wer zuletzt kommt malt zuletzt sein bild
Mit zitterndem strich
Vorbei an alten Zeiten
Und draußen auf dem rasen vor dem haus
Legt sich einer schlafen
Für eine Nacht nur
Ein kleines bisschen zeit zurückgeholt
Und weiter...
Noch schnell ein Foto gemacht
Im Rückwärtsgang
Den hals verdreht
Das herz im kopf
Mit hundertzwanzig Sachen
Raus aus Straße, viertel, Stadt und land
Nach hause - wo immer das ist
Hast deinen schneid verkauft - Für fünfzig Cent
Jetzt stehst du im regen
Nass bis auf die haut
Suchst du den Schlüssel für die Tür
Die sie zugehämmert haben
Mit 20 Zentimeter langen Nägeln
Und deine Hände, die ganz rot sind
Vom schütteln und falten
Zittern wild von links nach rechts
Nur aufgeben - aufgeben kannst du jetzt nicht
Abenteuer im Meta Delta
Heute morgen ein Knallen im Treppenhaus
Eine Hand voll Tauben flieht vom Dach
Und auf dem Boden liegt ein Beutel
Voll mit dem was übrig bleibt am Ende des Jahres.
Bockspringen auf der Autobahn
Ein Herz gemalt für jeden Ort
Mal wir und mal die anderen vorn
Den Regen spalten
Was uns jetzt noch pünktlich bringt
Ist stark genug um die zeit zu krümmen
Führt laut und schnell
Durch unsere kleine Welt
Unmöglich, das alles abzustellen.
Dann stell es hin,
Stell es weg, nur für heute Abend
Sonst kannst du wieder nicht schlafen
Weil dein kopf so scheiße voll ist
Mit Abenteuer Geschichten
Sammeln und stapeln
Heute ist der siebte September
Seit zwei tagen ist es draußen kalt und es regnet
Die Heizung steht auf drei
Und es riecht, nein es stinkt nach Winter
Und wie blöd tag ein tag aus im kreis gedreht
Noch mal die Platte umgedreht
Die Nadel aufgelegt
Die gesamte Energie ist verbraucht
Wozu alles behalten
Bis zum nächsten Sommer
Wozu seitwärts gehen
Wenn es auch vorwärts geht
Sammeln und stapeln
Nie wieder irgendwas verlieren
Alles was du lebst ist noch drinnen
Verstaubt in deinem kopf
Wieder aufgerissen das alles
Und alle Schnipsel um dich rum
Und es riecht nein es stinkt nach scheitern
Und wie blöd tag ein tag aus den hals verdreht
Und toll ist es auch nicht das Gefühl
Hier zu sitzen und zu frieren
Die gesamte Energie ist verbraucht
Wespenstich
Dein Rückgrat gebrochen
Dein Herz tobt wie ein Kind
Von Wespen gestochen
Eine Zwiebel in der hand
Die noch so klein ist
Und dann die großen Wunden
Jeden morgen nimmst du Farbe
Ein freundliches Gesicht aufgemalt - Stundenlang
Und jeden Abend die Reste vom Boden aufgewischt
Die Nuancen des Gefühls: "ich bin so satt"
Hast du dir alle beigebracht
Weit weg von zu hause
Alleine im Waschraum vor dem Spiegel
Und jetzt?
Durch die Löcher im Dach
Tropft der Regen auf dein Bett
Diese Flucht tut dir gut
Es fehlte einfach das Gefühl
Nie allein zu sein
Und gegen jede deiner Stärken stemmt sich eine Schwäche
Und du kommst keinen Meter weiter
Auf dem Weg von der Küche ins Bad
Schaust du schon lang nicht mehr in den Spiegel
Und die Schubladen sind längst alle leer
Und immer mehr von deiner Zeit geht baden
Du kannst das "euch" in deinem Namen nicht vergessen
Nur dich selber im Zwölf-Stunden-Takt
Hast es satt dich zu kümmern
Zu lächeln, zu weinen, zu streiten und dich zu zerstören
Und an der Stelle an der ich mit den Augen häng
Fährt dein Zug vorbei
Und gegen jede deiner Schwächen
Stemmt sich eine Stärke dagegen
hols stöckchen, bitte
Du suchst nach Worten um dich zu beschweren
Du sagst: Hier ist noch nie jemand zuvor gewesen
Den Weg gegangen, der immer schmaler wird.
Fühlt sich gut an, verschollen zu sein –
Schlecht alleine
Ein-, zweimal hast du dich schon verlaufen
Drei-, viermal Luft geholt
Immer wieder deine Rufe in den Wald
Zwischen Gras, Gestrüpp und Brennnesseln
Keine Spuren!
Jetzt suchen sie schon mit dem Hubschrauber nach dir
Jeder Lichtkegel am Himmel der gilt dir
Jedes Rascheln am Wegrand
Jeder Windstoß, das Jammern und die Sirenen
Du suchst nach Worten um dich zu beschweren
Gib es zu, du bist nicht gern alleine.
Wo die Menschen Hundenamen rufen
Fühlst du dich plötzlich heimisch
Lustig irgendwie...
So much water – so close to home
Das Seil reißt
Direkt vor deinen Händen
Alle fallen, alles fällt
Sieht lustig aus für den Moment
Auch wenn es das nicht ist
Hier, wo einmal im Quartal
Der Sperrmüll vor der Haustür steht
Hier wo keiner schneller geht
Nur weil es dunkel ist
Wasser kommt – Wasser geht
Gedreht, gekippt, gewendet
Mit leeren Händen auf der suche
nach dem faden der noch da ist
vom Oktober, vom April – nicht mal eine Schaufel...
Und als erster stehst du an der Tür!
Freie Platzwahl –
Entscheiden, entscheiden
Wann hast du noch mal festgestellt
Dass es hier unbequem wird
Mit dem Arsch im wind
Zwischen den Stühlen
Und jetzt stehst du im Abteil
Die Gedanken gehen rückwärts
wieder und wieder
weiter und weiter
Ein Tisch, ein Stuhl,
und Wasser braun vom rost
Auf diesem Platz nicht mehr gesessen
Seit fast genau fünf Jahren
Damals alles neu, heute vieles anders
Wie sich die Zeiten gleichen
Wasser kommt, Wasser geht
Ohne Worte
Die grüne Flasche fest umklammert
In der linken Hand – Ein Rest Farbe
In diesem ganzen Durcheinander
Zwischen schwarz und weiß
Zwölf Uhr mittags
Am Ende der Straße scheint der Mond
Die Autos die von Süden kommen
Haben Regentropfen auf den Scheiben
Sieben Minuten ohne Worte
Tausend Kilometer
Von deinem Mund zu meinem Ohr
Schweigen
Fühl mich hingerichtet
Kopf ab - Stromstoß
Oder sonst was
Schweigen
Und ich les ein Buch
Das ich schon gelesen habe
Und ich reiß all die Seiten heraus
Auf denen steht, dass wir die gleiche Sprache sprechen
Und jetzt bist du traurig.
Denn du hast gehofft,
dass deine Wut noch reicht bis morgen früh
Heute Nacht hab ich die Welt verstanden und sie mich
Spreu vom Weizen
Hab jetzt gerade keinen Bock drauf
In der Kälte zu stehen
Also fang ich an zu rennen
Die Ampel ist noch eben grün
Ich weiß genau wie sie die Ampeln schalten
Nur heute ist irgendetwas anders
Vier Stunden später
Dunkle Sessel, hohe Luft
Und in Zeitlupe
Siehst du dich aufspringen
Zwischen Lasershow und erstem Kuss
Die Zunge blau vom Rotwein
"Das ist auch mein Leben,
Das du da verkackst!"
Und im Sommer trennt sich die Spreu vom Weizen
Und wir sind mit dabei
Komm wir gehen uns messen
Mit all den Anderen
15 Jahre später
Ein vergilbtes Plakat
Das Kino hat schon lange zu
Ein Spielzeugladen -
"Für mich die Welt in klein!"
Und das Plakat im Eingang
Es hängt zu hoch
Wir sind zu klein
Nichts mehr übrig für uns zwei
Nur Löwenzahn und Unkraut
Blumen wachsen wirklich überall!
Das Wort auf der Brücke
"Komm, lass uns Leben!
Vielleicht ist alles bald schon vorbei."
"ich weiß auch nicht."
"Komm lass uns jetzt nicht flüchten,
Sonst verpassen wir das allerbeste..."
"Egal. Hauptsache wir zwei."
Aus voller Lunge schreien
Hier oben mit uns allen
Aus voller Lunge schreien
Das ist was die so oft fehlt
"Wir sind bald oben..."
"Vielleicht."
"Der erste Schritt ist schon getan."
"in unseren Köpfen allein."
"Komm lass uns jetzt nicht flüchten,
Sonst verlieren wir die Musik!"
"Eine Stunde noch..."
"Allein wäre es so weit!"
"Dieses Wort
auf der kalten, grünen Brücke aus Stahl.
Es wird wohl nie verschwinden."
"Es muss sich was ändern."
"Nur was?"
"Ich weiß auch nicht..."
"Ein Pinsel und grüne Farbe und das alles ist vorbei!"
Auftauchen um Luft zu holen
Zwischen Himmel und Alster ein schäumendes Meer
Ein Fußballplatz im Hinterhof
Das Geld in deiner Tasche
So gut behütet und dann doch gestohlen
Im falschen Moment das richtige getan und umgekehrt
Ich geh nicht mehr nach Draußen wenn es regnet
Durchbruch durch Bruch
Tauch auf um Luft zu holen
Und es kommt wieder das Gefühl
Den ganzen Tag in der Schlange zu stehen
Ein kleiner Schritt vor
Schulter an Schulter
Mit der Faust in der Tasche
Nichts geht mehr
Ein Zucken im Fuß
Den Knauf in der Hand
Alle Taschen noch mal durchgecheckt
Und hinter dir türmt sich die Scheiße auf
Und rechts und links alles voll Dreck
Doch wenn ihr euch streitet
Rennst du nicht mehr weg
Und jetzt gehst du doch
Hinter dir ein Zimmer
Rand voll mit Leere
Nur dein halbes Leben hast du vergessen im Regal
Und sie den Ring auf dem Küchentisch
Und du kommst wieder
Und die Platte läuft noch...
Zugehört
Ich dachte nicht an dich als ich aufstand
Mein Tag brach einfach an
Und zugleich brachte die Sonne dieser Stadt
Ihren ersten tag ohne dich in ihren Straßen
Du hast ihr immer zugehört
Und irgendwo füllte die Luft einen Raum
Der ihr nicht gehörte
Und irgendwo an einer Stelle dieser Welt
Erstickte ein Gedanke
Ich fand Haare von dir
Auf dem Kopfkissen meiner Erinnerung
Es liegt dort immer noch
Verstaubt unter dem bett
Es ist so sperrig
Doch wegtun kann ich es auch nicht
Eine einzelne Blume
In einem weiten Feld
Sie sendet mir Gedanken
Und manchmal auch Bilder von dir
Ich suche sie schon lange
Es gibt so viele weite Felder
Ich glaub ein kleines dickes Kind hat sie gepflückt
Und irrt jetzt durch die Straßen
Ich muss hier raus
Raus aus der Stadt
von der 7inch "unterm pflaster der strand"
baumhaus
zwei kilometer gegenwind in der sekunde
- ein ausgebranntes baumhaus am stadtrand - ein paar funken
zweifel haben es entfacht - drei kilometer weit haben wir es
brennen sehen - und noch jetzt fast genau zehn jahre später
ist uns nicht völlig klar wer der täter war - egal
- das feuer hat uns eine zeit gewärmt - zusammengeschweißt
so manchen langen winter - es brennt noch immer lichterloh gelb
und rot doch nur in meinem herzen - und ist es egal - habt ihr
das gesehen - mit blaulicht über´s land - sie haben´s
gelöscht die schweine - wasser marsch und ab dafür
- schaut da drüben haben wir gehockt und gefeiert uns geschlagen
und geschwitzt - das erste mal betrunken - das alles ist verbrannt
über nacht und es ist gut so - muss auch mal gut sein irgendwann
- nur die asche bleibt noch übrig und ein lächeln
im vorbeigehen - ein allerletztes mal will ich noch lachend
und weinend zugleich durch´s fenster in die ferne schauen
- lass mir schonmal die leiter runter.
3 meter noch zum glück
auf der treppe gegenüber
sitzen sie meistens in der sonne - augen geschlossen glaube
ich - würde es jedenfalls so machen doch zum glück
bin ich hier oben - nur die sonne hätte ich gerne hier
bei mir - ich falz dir deine ewigkeit zusammen auf briefmarkenformat
- vielleicht wird uns dann beiden klar dass dieses kleine bisschen
heimat zu kalt ist für uns zwei - ich weiß es gibt
noch mehr davon - da wo ich mit dir hin will tragen sie es in
säcken durch die straßen und was daneben fällt
bleibt einfach liegen - du kannst es dann aufheben wenn du willst
- aber das tut keiner - hin zum penny und zurück das leben
tragen in kleinen roten taschen - im hinterhof tanzen sommersprossen
auf glücklichen kindernasen umher - und uns fehlt der schlüssel
für die hintertür um einfach mitzumachen - mitzukreischen
mitzurennen immer im kreis und alles was uns gut genug erscheint
um unsere kleinen taschen damit vollzustopfen aufzuheben - nimm
alles mit und back es an die wände dass es nur so stinkt
und kracht - mann das ist das leben
neues vom ende der schlange
ab und zu mal die Sonne
- ´n Schritt vor die tür ´n nettes konzert
mit angesagten leuten und ehemals bunten haaren - dabeisein
ist alles - und fesseln befreien - mit blei an den füssen
die entscheidenden schritte gehen und andere denken lassen das
alles ist soweit entfernt von mir - es gibt für alles eine
zeit - wir sind raus - mundwinkel trägt man tief zur Zeit
- Wer gut ist ist ernst und blöße bedeutet das ende
geheuchelter einigkeit - ein hoher preis für all das was
mir soviel bedeuten soll -ich bin raus - es gibt für alles
eine zeit - für alles einen ort und der ist dort wo immer
wir uns wiedersehen - für alles einen grund und der ist
das wofür wir heute abend stehem - es gibt für alles
eine zeit
ausgezeichnet
am anfang war die mittagszeit und wir
im abendkleid als testpersonen im großstadtrevier - und
um ein zwei haaresbreiten waren´s drei, vier jahreszeiten
mit bka und packpapier bei allem shakehands und we´ll
never forget der nächste schritt geht nach vorne - und
plötzlich tobt die meute und zündet die raketen wir
malen nach zahlen ein gruppenbild mit vorzeigeathleten vor geblühmten
tapeten - die lautmalerei im rahmen des möglichen ein flächenbrand
im zweiten stock ein letztes mal drehe ich mich um zwischen
tür und angel bleiben stille funken im zeichenblock zurück
der letzte macht das licht aus die tür schließt von
allein auf wiedersehen@web.de man sagt die welt ist klein -
und das echo verhallt in der vielfalt der stille ein kurzer
moment mit geschenkband umgarnt die ersten gedanken der vorletzte
wille - ein blick in die runde als sieger umarmt.